Chili trocknen

Es ist Herbst und die letzten Früchte im Garten reifen nach. So wie auch die Unmengen an Chilis bei mir Zuhause. Wir sind im Großen und Ganzen keine besonders scharfen Esser, doch dieses Jahr kamen die Chilipflanzen aus allen Himmelsrichtungen zu uns geflogen. Gefühlt hat uns jeder dritte Besuch mit einer Pflanze beehrt und weil wir nicht nur ein Herz für Tiere sondern auch eins für Pflanzen haben, bekamen die Setzlinge einen wunderschönen, sonnigen Platz vorm Küchenfenster.

Als Chili-Neulinge wussten wir nicht recht, was diese Pflänzchen mögen und was ihnen eher nicht so zusagt. Also wurde zuerst einmal fleißig gegoogelt: Ok, Sonne mögen sie. Ok, schon gießen aber nicht zu viel. Ok, Erde bei der das Wasser gut abfließen kann würde passen. Also haben wir nach etwas Recherche losgelegt und die Chilis nach bestem Wissen und Gewissen gepflegt et Volià. Eine wunderbare Ernte wurde uns beschert.

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So, jetzt standen wir da, mit den wunderbarsten Chilis, die unser Garten zu bieten hatte. Aber was nun? Wie die Chilis verwerten, damit sie möglichst lange halten, am besten noch nett anzusehen sind und in kleinen Mengen genossen werden konnten? Mit diesen Ansprüchen schien trocknen die beste Alternative zu sein. Also packte ich mein Dörrgerät aus und legte los. Ein Dörrgerät ist zum Trocknen der Chilis nicht unbedingt notwendig, es kann auch der Backofen verwendet werden. Chilis mit Verfärbungen innen oder außen oder anderen Makel habe ich nicht mitgetrocknet. Die könnt ihr zur Seite legen und zu einer Chili-Paste verarbeiten.

Also nun Schritt für Schritt:

  1. Chilis ernten, waschen und trocken tupfen.
  2. Mit Handschuhen die Stiele der Chilis entfernen und der Länge nach aufschneiden, bei Bedarf die Samen entfernen.
  3. Für lange dünne Chilis reichen 6 Stunden bei 75°C, die runden fleischigen Chilis habe ich doppelt so lange getrocknet, sprich 12 Sunden bei 75°C. Optimal getrocknet sind die Chilifrüchte, wenn sie noch etwas gummiartig sind.

Die getrockneten Chilis abkühlen lassen und in luftdichte Gefäße füllen. Vor allem Schraubgläser eignen sich für die Aufbewahrung. Am besten lichtgeschützt, bei nicht allzu hoher Luftfeuchtigkeit lagern. Chilis verlieren ihre Schärfe lange nicht, also bei genug Vorrat habt ihr für die nächsten Jahre ausgesorgt.

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©nakokoblog

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