Bärlauch Special

Wie jeden Monat werde ich auch im März einen Schwerpunkt haben um welchen es sich in meinem Blog so ein bisschen dreht. Für den März habe ich mir gedacht, es wär doch toll mal etwas regionales und saisonales in den Mittelpunkt zu stellen. Ihr könnt es euch jederzeit aus dem Wald holen und einfach leckere Gerichte damit zaubern. Die Rede ist von Bärlauch. Wichtig ist nur darauf zu achten, dass ihr auch wirklich Bärlauch in euren Körbchen nachhause nehmt und sich nicht ein paar Maiglöckchen oder Herbstzeitlose darunter geschummelt haben. Die beiden sind nämlich giftig. In diesem Beitrag möchte ich euch verraten wie ihr den Unterschied ganz einfach erkennen könnt. Weiters möchte ich euch auch zeigen, wie Bärlauch haltbar gemacht werden kann und welche gesundheitlichen Vorteile er mit sich bringt.

Doch zuerst zu Pflanze und den Unterscheidungsmerkmalen.

Am ersten Bild könnt ihr den Bärlauch sehen und am zweiten Bild ein Maiglöckchen. Das Maiglöckchen steht in Blüte, beim Bärlauch könnt ihr die Blüte rechts unten erkennen. Deutlich zu erkennen ist hier, dass beim Wurzelstand die Unterschiede sind. Das Maiglöckchen kommt viel stärker, mit mindestens zwei Blättern auf einmal aus dem Boden und hat ein braunes Häutchen um die Wurzel. Beim Bärlauch kommt jedes Blatt einzeln aus dem Boden.


Das finde ich persönlich den hilfreichsten und praktischsten Tipp. Junge Bärlauchblätter sind weich. Auf diesen zwei Fotos sind die Blätter des Bärlauchs wieder links und die Maiglöckchen rechts. Damit ihr das Ganze nicht nur auf Zeichnungen erspähen müsst.

 

Eine weitere Hilfe ist der Geruch, Bärlauch riecht sehr intensiv aromatisch. Leider kann ich das nicht wirklich als Erkennungshilfe empfehlen. Nach einiger Zeit kann man diesen Tipp leider vergessen weil einfach alles nach Bärlauch duftet. Ein besserer Tipp ist wohl, dass der Bärlauch eine matte Unterseite hat und das Maiglöckchen eine glänzende. Wie auch auf den Bildern, hängen beim Bärlauch die Blätter eher zum Boden als die des Maiglöckchens. Hilfreich wird vor allem noch sein, Bilder zu googeln und sich die Unterschiede etwas einzuprägen. Finden könnt ihr die leckere, krautige Pflanze vor allem in feuchten und schattigen Misch- und Laubwäldern. Wenn ihr dennoch unsicher seid, könnt ihr ja eine bärlauchkundige Person mitnehmen.
Weiter zu den gesundheitlichen Aspekten:

Also der Bärlauch ist ein wahres Wunderkraut kann ich euch sagen. Bärlauch wirkt antibiotisch und besitzt pilztötende und desinfizierende Eigenschaften. Bärlauch wirkt weiters noch durchblutungsfördernd, schleimlösend und kann auch gegen Fieber verwendet werden. Die Blätter werden als kreislaufanregend und cholesterinsenkend beschrieben.

Bärlauch wirkt überdies auch entschlackend und kann somit zum detoxen verwendet werden. Wie cool ist denn das bitte?!?!  Entweder holt ihr euch einen Bärlauchsaft aus der Apotheke oder mischt jeden Tag eine Handvoll frischen Bärlauch in euren grünen Smoothie. Ihr seht also, es zahlt sich wirklich aus ein bisschen in den Wald zu schnuppern um das Wunderkaut zu finden.


Damit ihr auch länger was davon habt habe ich ein paar Methoden zur Aufbewahrung für euch:

Generell gilt es, vor jeder Halbarmachung die Blätter waschen und gut trocknen zu lassen.

Einfrieren: finde ich persönlich die beste Methode. Aber aufpassen, die Blätter müssen ganz trocken sein wenn ihr sie in das Gefrierfach gebt. Außerdem müssen sie einzeln eingefroren werden. Erst wenn sie gefroren sind könnt ihr sie platzsparender verstauen. Vor Gebrauch einfach die gewünschte Menge herausnehmen.

Trocknen: also das ist meine zweitliebste Methode zur Haltbarmachung. Dazu verwende ich mein Dörrgerät. Meist gibt es von Gerät zu Gerät Abweichungen was Temperatur und Zeit betrifft. Beim Trocknen im Backrohr empfehle ich auf niedrigster Stufe, also 30°-50° Celsius, den Bärlauch zu dörren. Es ist auch hilfreich das Rohr immer wieder einen Spalt aufzumachen damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Essig und Öl: mit Bärlauch könnt ihr auch Essig und Öl verfeinern. Ganz einfach zaubert ihr aromatischen Essig und leckers Öl. Dazu einfach in ein geschmacksneutrales Öl, wie zum Beispiel Sonnenblumenöl, einige Blätter Bärlauch geben. Aufpassen, dass die Blätter auch wirklich gut abgetrocknet sind, kein Blatt hinaussteht und alles mit Öl bedeckt ist. Nach drei Wochen könnt ihr die Blätter herausnehmen und euer Bärlauchöl ist fertig. Ähnlich funktioniert es auch beim Essig. Ich benutze dazu gerne Apfelessig. Die Blätter einlegen und nach drei Wochen könnt ihr euch auf jeden Salat eine Prise Frühling zaubern.

 

 

 

 

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